Planen und bauen des eigenen Fachwerkhauses mit Software

Fachwerkhäuser finden sich meist auf dem Land und bestechen durch ihre traditionelle Bauweise und die Zimmermannskunst, kombiniert mit modernem Komfort. Das Sanieren von älteren Fachwerkhäusern kann sehr zeit- und kostenintensiv sein. Deshalb lohnt es sich oft, ein neues Fachwerkhaus zu errichten.

Was sind die Vorteile vom Neubau eines Fachwerkhauses?

Müssen alte Fachwerkhäuser saniert werden, ist dies nicht nur mit hohen Kosten, sondern oft auch mit so einigen bürokratischen Hürden verbunden. Da Fachwerkhäuser meist mehrere Jahrzehnte alt sind, gilt es, sich an die Bestandes- und Denkmalschutzgesetze zu halten. Dazu sind viele Abklärungen nötig. Oft sind die Arbeiten auch sehr zeitintensiv, da die älteren Häuser tiefe Decken haben. Dies hängt damit zusammen, dass die Menschen früher kleiner waren, als sie es heutzutage sind. Um die Raummasse auf den heutigen Standard zu bringen, müssen Wände versetzt und Decken erhöht werden.
Um diese Probleme zu umgehen, bietet es sich an, selbst ein Fachwerkhaus zu planen und zu bauen. Da die Sanierung eines bestehenden Fachwerkhauses sehr teuer ausfallen kann, ist es nicht unbedingt kostenintensiver, gleich ein eigenes Fachwerkhaus zu bauen. Oft ist ein neues Fachwerkhaus sogar schneller errichtet, als ein bereits bestehendes saniert ist.

Geeignete Baufirmen

Bei der Suche nach einer geeigneten Baufirma sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese auf Fachwerkhäuser spezialisiert ist. Nur so kann garantiert werden, dass das Ergebnis sowohl den optischen wie auch den fachlichen Ansprüchen entspricht und geeignetes Material verbaut wird. Diese Aufgabe kann einige Zeit in Anspruch nehmen, welche aber nicht als Fehlinvestition angesehen werden soll. Die Zeit kann genutzt werden, um die Baupläne zu differenzieren, welche dann bei einer erfolgreichen Suche auch gleich der Baufirma übergegeben werden können.

Trotz der Komplexität lohnt es sich, ein Fachwerkhaus zu bauen

Der Bau eines Fachwerkhauses scheint auf den ersten Blick komplexer, als ein anderes Bauprojekt, trotzdem lohnt sich diese Investition. Denn ein Fachwerkhaus besticht nicht nur durch die traditionelle Optik, sondern bietet auch sonst einige Vorteile. Die Räume der Häuser sind freundlich und lichtdurchflutet und versprühen mit den sichtbaren Balken viel Charme.
Da Fachwerkhäuser meist aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, gelten sie als biologisch gesund. Durch die Verwendung von Naturstoffen werden ein gesundes Raumklima und ein gesundes Mauerwerk gefördert.
Durch die Energieeffizienz dieser Häuser können die Betriebskosten langfristig tief und stabil gehalten werden. Gerade in Zeiten, in denen die ökologische Perspektive für ein Bauprojekt sehr wichtig ist, besticht ein Fachwerkhaus mit seiner Nachhaltigkeit.

Wichtige Aspekte bei der Planung

Die Gestaltung der Zwischenräume unterscheidet sich bei einem Fachwerkhaus kaum von einem anderen Neubauprojekt. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit große Flächen zu verglasen, einen Carport oder eine Garage, wie auch einen Wintergarten oder einen Balkon anzubauen.
Fachwerkhäuser stechen aber besonders wegen ihrer stabilen Balkenkonstruktion ins Auge. Diese bietet nicht nur optische-, sondern auch statische Vorteile. Die Stabilität der Fachwerkhäuser wird aber nicht durch die vielen Balken gegeben, sondern durch den minimalistischen Einsatz von Trägern erreicht. Traditionell wird zum Bau von Fachwerkhäusern massives Holz verwendet, meist Eiche.

Der Neubau als Alternative zum traditionellen Fachwerkhaus

In Bezug auf die Authentizität finden Bauherren es oft schwierig, den Neubau als Alternative zu sehen. Dies ist aber möglich. Auf Fachwerkhäuser spezialisierte Firmen bieten eine Vielzahl von originellen Balken. Ebenso können auch Balken von älteren Fachwerkhäusern verwendet werden. Viele Firmen, die auf den Bau von Fachwerkhäusern spezialisiert sind, bieten die Möglichkeit, Balken von früheren Abrisshäusern wiederzuverwenden.
Falls die gewählte Baufirma diesen Service nicht anbietet, besteht die Möglichkeit, nach Händlern von antiker Holzware Ausschau zu halten. Diese bieten neben antiken Balken auch andere antike Elemente an, die sich für den Neubau eines Fachwerkhauses eignen.
Auch beim Dachbau gibt es die Möglichkeit, auf die traditionelle Bauweise zurückzugreifen. Ursprünglich wurden Fachwerkhäuser mit einem Reetdach versehen, wie sie auch heute noch, besonders in Küstenregionen, anzutreffen sind. Findet der Neubau in einer Region statt, in der Reetdächer eher unüblich sind, kann alternativ ein Satteldach in Ziegeleindeckung geplant werden.

Tradition und Moderne vereinen

Die Entscheidung für ein Fachwerkhaus basiert oft auf der Liebe zur traditionellen Bauweise. Jedoch muss nicht das ganze Haus in traditioneller Art gebaut werden. Finden zum Beispiel die traditionellen Strebenfenster keinen Anklang, können auch modernere Fenster verbaut werden.
Bei einem Neubau kann ein guter Mix zwischen traditionellen, natürlichen Materialien und modernem Komfort erzielt werden. So kann zum Beispiel für den Fußboden zwischen Natursteinböden, hochwertigem Parkett oder einem Dielenboden gewählt werden. Schön wirken auch moderne Treppen und Türen, welche mit traditionellen Schnitzereien verziert werden. Um eine Verbindung zu den traditionellen Wurzeln zu verdeutlichen, kann auch bei einem Neubau das Erbauungsdatum in den Türbalken eingeritzt werden.