Elektroplanung mit CAD Software selbst durchführen

Ein Leben ohne Elektrik ist kaum noch möglich. Immerhin bestimmt sie den gesamten Alltag und bereichert jeden Teil im modernen Bau. In diesem Sinne kann auch kein Projekt mehr ohne umfangreicher Elektroplanung durchgeführt werden. Ganz im Gegenteil. Obwohl auch jetzt schon eine umfangreiche Elektroplanung beim Bau von neuen Gebäude notwendig ist, ist die Tendenz weiterhin steigend. Denn in naher Zukunft werden immer mehr elektrische Geräte in den Haushalt einziehen und den Alltag bereichern. Dafür benötigt es dann jedoch eine noch ausgeklügelter Elektroplanung für den Neubau. Smart Home Systeme und Co sind nur eine kleine Fraktion der Innovationen, welche im Rahmen der Elektroplanung noch mal dazukommen. Doch egal, ob jetzt oder in Zukunft: der Umfang der Elektroplanung wird stets vom Aufbau des Gebäudes sowie den individuellen Anforderungen bestimmt. In diesem Sinne hat eine Küche beispielsweise mehr Elektroanschlüsse als ein Schlafzimmer. Dennoch kann im Rahmen von modernen und avantgardistischen Wünschen im Heimbau auch im Schlaf- oder Wohnzimmer auf eine ausgeklügelte Elektroplanung gesetzt werden. Es ist daher wichtig, dass diese immer im Sinne des Bauherren und der Familie, welche einzieht durchgeführt wird. So sollen aber nicht nur die derzeitigen Anforderungen, Wünsche und Voraussetzungen kalkuliert werden. Viel mehr ist im Rahmen der Elektroplanung auch stets ein Blick in die Zukunft notwendig. Erst so kommt es zu effizienten Ergebnissen, welche auch auf Dauer überzeugen.

Was ist für die Planung der Elektrik notwendig?

Bei der Elektroplanung geht es nicht nur um die Anordnung von diversen Elektroanschlüssen oder -geräten. Stattdessen wird der Plan tatsächlich ganz genau auf den individuellen Bau zugeschnitten. Das bedeutet daher, dass ein ausgefeilter Bauplan für das Einzeichnen des Elektroplans notwendig ist. So kann der Profi erst entscheiden und sicherstellen, an welchen Stellen verschiedene Elektrokomponenten überhaupt möglich sind.

Dabei wird bei der Elektroplanung auf zahlreiche Zeichen und Details gesetzt. Diesen Standards entsprechen jedoch auch diverse CAD Softwares zum selber zeichnen. So bietet das hiesige Programm alle Symbole zum Einzeichnen der Elektrik und Elektronik in einem Bauplan an. Diese werden nicht nach Lust und Laune gewählt, sondern entsprechen den deutschen Baustandards. Das ermöglicht im weiteren Verlauf ebenso, dass der Bau inklusive des Elektroplans auch direkt an den Profi weitergeleitet werden kann. So schaut das Endergebnis nicht nur ansprechend aus, sondern bietet gleich die ideale Grundlage für die Umsetzung seitens des Experten.

Was muss bei der Elektroplanung beachtet werden?

Diverse umfangreiche CAD Softwares für die Planung von Bauzeichnungen beweisen, dass die Elektroplanung nicht unbedingt vom Experten durchgeführt werden muss. Stattdessen kann auch der Amateur Bauherr für die Einzeichnung der Elektrik im neuen Bau einstehen. Dennoch ist es hierfür ratsam, dass der Zuständige sich mit den Grundlagen der Elektroplanung auskennt. Dazu zählen insbesondere die universellen Elektrosymbole. Denn es sind auch jene, welche infolgedessen im Plan eingesetzt werden müssen. Wer dieses Wissen also noch nicht hat, sollte es sich bald aneignen. Dies ist nämlich in kürzester Zeit über verschiedene Tutorials, Listen oder Bücher möglich. So entgeht man trotzdem der Arbeit durch den Profi und spart bares Geld. Unabhängig davon wird beim Erlernen der verschiedenen universellen Elektrosymbole auch schnell klar, dass man einige bereits aus dem Alltag kennt.

Wurden die verschiedenen Symbole für die Elektroplanung einmal erlernt, muss sich der Bauherr bei der Zeichnung in Eigenregie dennoch an verschiedene Dinge halten. Hier steht insbesondere die DIN 18015 Norm im Fokus. Diese gibt bereits seit 2010 vor, welche Mindestanforderungen an die elektrischen Anlagen eines Neubaus gestellt werden dürfen. Es ist daher vorteilhaft, dass sich der Bauherr mit dieser Norm auseinandersetzt. Auf diesem Wege kann der Elektroplan eher realisiert werden, während der Experte nur noch wenig ändern muss. Am wichtigsten ist jedoch die minimale Anzahl an Stromkreisen in einem Raum beziehungsweise auf einer Wohnfläche. Hinzu kommen die minimale Anzahl von Steckdosen. Die Anforderung ist jedoch in dem Sinne irrelevanter, da heutzutage in der Regel mehr Steckdosen verbaut werden, als es die Mindestanforderung vorsieht. Jedoch rentiert sich auch laut Norm die Anzahl der Steckdosen nach der Verwendung im Raum. So benötigt ein Abstellraum beispielsweise weniger Anschlüsse an den Stromkreis als die Küche.

Um sich also an die verschiedenen Normen halten zu können, muss die zukünftige Funktion ebenso geplant werden. Das bedeutet nicht, dass etwaige Veränderungen in Zukunft nach der Planung nicht mehr möglich sind. Es ist dennoch wichtig, dass die realistische Funktion eines jeden Raumes festgestellt wird.

Steckdosen und Anschlüsse planen

Ein Elektroplan besteht aus weitaus mehr als aus Steckdosen. So wird oft angenommen, dass diese die einzige Verbindung zum Stromkreis im Heimbereich darstellen. Dem ist jedoch nicht so. Man denke nur beispielsweise an die Küche, in welcher der Herd und andere Geräte angeschlossen sind. Auch hierfür benötigt es einen Anschluss an den Stromkreis. Während eine Steckdose daher für Geräte und Kabel im Einsatz ist, benötigt es beispielsweise für den Herd Starkstrom. Es ist somit wichtig, dass all diese verschiedenen Teile in der Elektroplanung berücksichtigt werden. Auch wenn sich Anschlüsse verlagern und auch verändern lassen, sollten die Funktion sowie der Standort bereits im Vorhinein abgeklärt werden. So muss beispielsweise festgestellt werden, an welchem Platz in der Küche der Herd stehen soll. Am einfachsten ist es hierbei, wenn mit einem Grundrissplaner mit einem Maßstab von 1:50 vorgegangen wird.

Anschlüsse und Steckdosen sind zwar nicht auffällig oder einsehbar, bestimmen jedoch den Standort von weitaus monumentaleren Objekten. So beeinflussen sie beispielsweise den Standort für Dinge, wie die Waschmaschine, den Herd, den Kühlschrank oder auch die geliebte Stehlampe. In diesem Sinne darf bei der Elektroplanung nicht auf die Optik vergessen werden. So rentiert es sich, bei der Planung aus allen Perspektiven durch den Raum zu streichen. So kann sich der Bauherr ein Bild von diesem machen und infolgedessen bestimmen, an welcher Stelle welches Gerät sinnvoll wäre. Genauso können Steckdosen auch schon einmal negativ auffallen. Es ist daher wichtig, dass ihr Ort gut gewählt wird.

Beleuchtung planen

Im Namen der Lebens- und Wohnqualität werden verschiedene Aspekte neben der eigentlichen Einrichtung immer mehr in den Fokus gedrängt. Das hat auch seine Gründe. Einer dieser Aspekte ist unter anderem die Beleuchtung. So ist bereits seit geraumer Zeit bekannt, dass das richtige Beleuchtungssystem zu Hause für mehr Komfort und Lebensqualität sorgt. In diesem Sinne muss noch vor der Planung und Einzeichnung der Beleuchtung der richtige Platz für alle Elemente gefunden werden. Dies betrifft beispielsweise Decken- und Wandleuchten. Hier gibt es ein paar Faustregeln zu beachten, um das Maximum an Qualität im Bereich der Beleuchtung zu Hause zu erreichen. So sollte die Deckenleuchte in der Mitte des Raumes platziert werden, um somit in alle Bereiche gleich viel Licht auszustrahlen. Dies gilt jedoch nur, wenn lediglich eine Deckenleuchte arrangiert wird. Gleichzeitig rentieren sich detaillierte Gedanken rundum bestimmte Bereiche. Dies wäre beispielsweise eine Decken- oder Wandleuchte um den Essplatz herum. Am einfachsten ist es jedoch, wenn gleich mehrere Anschlüsse in den Elektroplan eingezeichnet werden. Dadurch behält sich der Bauherr stets Entscheidungsfreiheit und Flexibilität bei der schlussendlichen Durchführung. Immerhin ist es auch kein Problem, wenn manche Anschlüsse unverändert bleiben. Hier gilt erneut: lieber zu viel als zu wenig.

Wurden alle Leuchten gefunden, welche innerhalb des Wohnraumes installiert werden sollen, müssen diese mit dem passenden Elektrosymbol ausgezeichnet werden. Im weiteren Verlauf werden sie außerdem nummeriert, was bei der Installation für die ordentliche und effiziente Durchführung sorgt. Darüber hinaus ist es im Namen von mehr Übersicht und Ordnung ebenso ratsam, dass mehrere Leuchten, welche mit nur einem Lichtschalter betätigt werden, dieselbe Nummer bekommen.

Lichtschalter platzieren

Bei der Planung von Lichtschaltern wird bereits der Komfort im Alltag definiert. Immerhin weiß jedermann wie unbequem es ist, wenn man gerade am Sofa sitzt und für das Ausschalten des Lichtes ewig gehen muss. All diese Punkte müssen bereits jetzt beachtet werden. Es gibt in diesem Sinne eine Vielfalt an Möglichkeiten, auf welche Art die Lichtschalter platziert werden können. Im Fokus steht selbstverständlich das individuelle Verhalten der Einwohner. Als Faustregel gilt jedoch, dass Lichtschalter in Durchgangsbereichen, wie am Gang, an verschiedenen Orten arrangiert werden sollten. Auch ist es bei der Einzeichnung insbesondere wichtig, dass die Lichtschalter die dazugehörigen Nummern zu den geplanten Lampen bekommen. Auf diese Weise kann der Elektriker bei der Installation diese aufeinander abstimmen.

Aufnahme der Leerrohre in die Elektroplanung

Auch im Bereich des Baus gibt es immer weitere Innovationen, welche dessen Qualität steigern. So ist es bei alten Häusern der Fall, dass in den Wänden oftmals ein wahrer Kabelsalat herrscht. Dies hat zahlreiche Nachteile, welche verhindert werden sollen. Eine innovative Lösung ist es hierbei, dass Leerrohre in den Grundriss integriert werden. Dadurch werden die einzelnen Kabel ideal gebündelt sowie Probleme vorgebeugt.

Auf diese Wiese können etwaige Fehler in der Elektronik einfach lokalisiert werden. Es muss also nicht erst der Kabelsalat aufgelöst werden, sondern es kann direkt das richtige Kabel für die Behebung des Fehlers herangezogen werden.

Tipps für die Elektroplanung

Bei der Elektroplanung handelt es sich im Grunde um einen Bereich, welcher einmal definiert und danach nicht mehr verändert wird. Deswegen sollte von Anfang an höchste Präzision an den Tag gelegt werden. Diese Tipps helfen.

Einrichtung planen

Verschiedene Komponenten der Elektroplanung, beispielsweise Steckdosenanschlüsse, orientieren sich auch an der Einrichtung im Raum. Aus diesem Grund rentiert es sich, wenn der Bauplan bereits mit grundlegenden Möbelstücken bereichert wird. Dadurch wird auch ersichtlich, an welchen Stellen eine Steckdose oder ein Lichtschalter sein sollten. Auch Armaturen oder Spiegel sollten hier nicht vergessen werden, damit am Ende kein Lichtschalter hinter einem Dekoobjekt verschwindet.

Vorausdenken

Auch wenn der geplante Bau in diesem Moment perfekt erscheint, so können sich die Anforderungen in Zukunft noch ändern. Es ist daher wichtig, dass auch die Elektroplanung auf Dauer die nötigen Optionen darstellt. Es sollten daher nicht nur Steckdosen, sondern auch Internetanschlüsse oder solche für Deckenlampen beachtet werden. Dadurch ist es einfach auch in Zukunft die Funktion des Raums zu verändern.

Mit Elektroplan zum Einkauf

Der Elektroplan muss an Ihre Bedürfnisse angepasst sein und die Einrichtung wiederum an den Elektroplan. Deswegen ist es wichtig, stets die richtigen Objekte und Gegenstände für diesen zu besorgen. Es ist daher am rentabelsten, wenn der Elektroplan einfach zum Einkaufen mitgenommen wird. So kann leicht entschieden werden, welche Lampe nun die ideale für den Raum ist. Fehlkäufe und Co werden somit verhindert.

Den Elektroplan vervielfachen

Die Elektroplanung ist nicht nur für den Bau des Gebäudes wichtig. Viel mehr kann sie auch während der Verwendung in Zukunft notwendig sein. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn einmal alle Sicherungen hinausspringen. Nun muss klar sein, wo welche Komponenten wieder angeschaltet werden kann. Der Bauherr sollte daher den Elektroplan an verschiedenen Orten hinterlegen, beispielsweise beim Sicherungskasten.