Bauzeichnung mit 2D/3D Software selbst erstellen

Die Qualität eines jeden Baues beginnt bereits bei der Zeichnung des Vorhabens. Hier geht es nicht nur um die Ästhetik und den Futurismus des Gebäudes. Stattdessen müssen wichtige Standards, Normen und Maßstäbe berücksichtigt werden, weswegen unterschiedlichste Bereiche hineinfließen. In der Regel wird hierfür ein Architekt engagiert. Doch auch das hat einen Haken, den die Suche nach dem richtigen Anbieter gestaltet sich oft schwierig. Darüber hinaus fließen hohe Summen in den Architekten sowie die Bauzeichnung. Dies sind alles Kosten, welche auch in die Schönheit des Wohntraumes gesteckt werden können. Damit ein Großteil der Arbeiten vom Architekten gespart und die Qualität des Bauvorhabens dennoch gewahrt werden können, benötigt es die richtige CAD-Software. Während einige dieser Programme oft in Sachen Qualität und Umfang nachhinken, gibt es auch Alternativen mit welchen der Bauherr selbst zum Architekten wird. So können Wohnträume und Ideen direkt visualisiert werden, während durch den Umfang des Programmes alle baustatischen Vorgaben eingehalten werden.

CAD-Softwares für Amateure: Können sie von jedem genutzt werden?

Wer schon einmal an einem Bau beteiligt war oder gar mit Architekten eine Bauzeichnung geplant hat, kennt den Umfang. Nicht umsonst fließen viele Jahre und eine Menge Know-how in den Beruf des Architekten. So müssen bei der Bauplanung einerseits individuelle Wünsche und Ideen integriert werden. Andererseits sind die richtige Baustatik und zahlreiche Berechnungen maßgeblich dafür, dass das Objekt am Ende auch qualitativ überzeugt. Mehr als das – wird dieser Bereich nicht beachtet, bestehen gar Einsturz- und infolgedessen Lebensgefahr. Man würde also nicht denken, dass die Bauzeichnung auch als Laie durch verschiedene Softwares durchführbar ist. Unterschiedlichste Programme beweisen jedoch das Gegenteil.

Während derartige CAD-Softwares für die Erstellung von Bauplänen nicht ganz an den Umfang des Architekt herankommen, sind dennoch zahlreiche Funktionen übernommen worden. Dabei sind Programme dieser Art bereits für den Laien konzipiert worden. Die kurze Antwort lautet also, dass tatsächlich jedermann solche Softwares anwenden und somit Bauzeichnungen erstellen kann. Hier wird schrittweise an das Ziel herangeführt, wobei auch die Funktionen dementsprechend angepasst werden. So gibt es verschiedene Hilfestellungen und Unterstützungen innerhalb der Software. In diesem Sinne können auch totale Anfänger und somit Personen ohne jeglicher Erfahrung im Bereich der Bauplanung somit zum Architekten ihrer Wohnträume werden. Diverse Vorkenntnisse sind selbstverständlich immer hilfreich und vereinfachen sowie beschleunigen den Prozess. Nichtsdestotrotz sind CAD-Softwares für den Laien so aufgebaut, dass alle Funktionen und Tools schlicht zur Verfügung gestellt werden. So ist die Durchführung meist selbsterklärend und gestaltet sich dementsprechend einfach. Wer einmal Hilfe braucht, findet entweder im Rahmen eines Supports oder in verschiedenen Blogs sowie Foren online Unterstützung.

Schlussendlich macht Übung bekanntlich den Meister. Während die erste Bauzeichnung mitunter holprig sein kann, wird im Laufe der Zeit dazugelernt. Am Anfang wird daher noch schrittweise an die Bauzeichnung herangeführt. Besteht dann erstmals eine Basis im Bereich des Zeichnens, wird das nächste Projekt gleich einfacher. So können sich auch Laien von Zuhause aus professionelle Geschicklichkeit aneignen. Auf diesem Wege können Bauherren daher hohe Kosten im Rahmen der Bauplanung sparen. Der Architekt wird also entweder später im Laufe des Projekts involviert oder wird gar nicht erst arrangiert. Es rentiert sich daher vollends ein wenig Zeit in CAD-Softwares zu investieren und somit Geld zu sparen. Als Draufgabe macht die Verwendung Spaß und animiert nicht selten zum Visualisieren neuer Ideen.

Das muss beachtet werden: in wenigen Schritten zum Ziel als Bauherr

Eine hochwertige Bauzeichnung soll die Grundsteine für ein zukünftiges Bauprojekt legen. In diesem Sinne müssen hier Zeit und auch Aufwand investiert werden – aber das rentiert sich dafür. Denn eine ordentliche Planung ist bereits die Hälfte des Erfolges. In diesem Sinne entstehen weder Bauzeichnung vom Architekten noch vom Laien über Nacht. Stattdessen muss hier in verschiedenen Etappen und unter Berücksichtigung unterschiedlichster Standards gearbeitet werden. Somit gibt es klare Vorgaben und Durchführungen, welche hier beachtet werden müssen. Wird als Laie mit einer CAD-Software gearbeitet, muss ein Leitfaden herangezogen werden. Dieser wird entweder innerhalb des Programmes bereits angewendet oder wird von Außerhalb genommen. Nur so ist es möglich, dass niemand aus dem Konzept kommt. Andernfalls ist es nicht selten, dass der Laie von der Vielzahl an Funktionen übermannt wird und infolgedessen das Ziel aus den Augen verliert. Mit Struktur und Planung sind wiederum hochwertige Ergebnisse, welche auch in Sachen Ästhetik überzeugen, vorprogrammiert. So wird auf diesem Wege das Potential des Programmes vollends ausgeschöpft. Fallen einem während der Planung immer wieder Ideen oder neue Wünsche ein, lassen sich diese auch umsetzen. Die Hauptsache ist jedoch, dass man bei der Bauzeichnung nie ganz vom Weg abkommt. Dafür ist beim Zeichnen die grobe Einhaltung folgender Schritte notwendig.

Gleich zu Anfang: Grundlagen schaffen

Ein riesiger und pompöser Bau am Bildschirm bringt nichts, wenn der Platz am Grundstück fehlt. Genauso sind lange Gebäude nicht zu verwirklichen, wenn beispielsweise die Straße bereits früher beginnt. Kurzum: Nicht jeder Bau ist auch wirklich in jedem Fall umsetzbar. Dies muss bereits bei der Bauzeichnung berücksichtigt werden, um keine Mühe zu verschwenden. In diesem Sinne muss der visualisierte Wohntraum immer im Rahmen der Möglichkeiten stehen. Dafür bieten die verschiedenen CAD-Softwares Funktionen an, mittels welchen auch die Grundlagen am Grundstück geschaffen werden. Diese beinhalten nicht nur den Umfang sowie die Maße des Areals. Darüber hinaus sind auch nicht-bewegliche Projekte am Grundstück im Rahmen der Bauzeichnung relevant. Dies können beispielsweise Hügel oder Bäume sein, welche nicht in Mitleidenschaft gezogen werden sollen.

Wird das Grundstück in der Software angelegt, sollte dies akkurat und entsprechend der tatsächlichen Werte sein. Natürlich sind auch ungefähre Maße möglich, die dürfen aber nur minimal abweichen. Andernfalls kann die Enttäuschung groß sein, wenn die vermeintlich ideale Bauzeichnung aufgrund Abweichungen im Maß nicht umsetzbar ist. Sofern Grundstück und Co noch nicht im Besitz sind, können auch der alte Eigentümer oder der Makler für die Übermittlung der Umrisse kontaktiert werden. Die Hauptsache ist jedoch, dass die eingegeben Grundlagen in der Software am Ende stimmen.

Je nach Umfang der Funkionen im Programm lassen sich auch andere Werte und Eigenschaften des Grundstückes einstellen. Hierbei rentiert es sich, immer vom Umfang der Tools Gebrauch zu nehmen. Denn jede Einstellung kann am Ende dazu beitragen, dass die Bauzeichnung tatsächlich durchführbar und darüber hinaus hochwertig ist. In diesem Fall bedeutet dies beispielsweise die Eingabe der Himmelsrichtungen, sodass auch die Fenster und die Ausrichtung der Räume am Tageslicht angepasst wird. Immerhin sind es gerade die idealen Lichtverhältnisse, welche maßgeblich zur Raumqualität beitragen. Am besten wird hier mit den unterschiedlichsten Funktionen experimentiert sowie viel Mühe für die Einstellung realistischer Verhältnisse und Grundlagen am Baugrund investiert.

Phase 2: die Umrisse werden gelegt

Der Umriss eines Gebäudes bestimmt dessen Optik von Außen, die Qualität in den Innenräumen, die nutzbare Fläche und vieles mehr. Da andere Schritte erst durch die Zeichnung eines ersten Umrisses durchführbar sind, wird dieser gleich nach der Bereitstellung des Grundstückes gelegt. Hier dürfen bereits die ersten Ideen hinsichtlich Design und Aufbau einfließen. Während gut überlegt werden muss, da der jetzige Schritt auch die Variationen im weiteren Verlauf beeinflussen, muss dennoch nicht alles durchdacht werden. So reicht bereits ein grundlegender Umriss. Verschiedene Anbauten, Garagen, Wintergärten und Co lassen sich auch im Nachhinein einfügen. Während hier also erstmals die Proportion des neuen Gebäudes bestimmt wird, liegt der Fokus viel mehr auf der Beschaffenheit des Grundrisses. Denn die Qualität, die Dicke und das Material der Außenwände beeinflussen die spätere Raumqualität sowie die Energieeffizienz. Hierfür können mit verschiedenen Tools hantiert sowie unterschiedliche Wanddichten und Dämmungen probiert werden. Es wird also bereits die Grundlage für das spätere Leben im Objekt geplant und somit eine geeignete Basis für weitere Schritte gelegt. Gleichzeitig beeinflusst gerade die Dicke der Wand nicht nur die Raumqualität, sondern genauso die Kosten des Baus. Trotz umfangreicher Funktionen müssen die Tools also nicht auf das Maximum hinaus angewendet werden. Stattdessen muss auch bei der Bauzeichnung das Budget beachtet werden, um verwirklichbare Ideen zu visualisieren.

Phase 3: die Räume nehmen Gestalt an

Während mit den ersten zwei Phasen eine geeignete Grundlage für weitere Schritte geschaffen wurde, geht es in der dritten Phase bereits ans Eingemachte. Das bedeutet konkret, dass das Innenleben des zu bauenden Objekts langsam Gestalt annimmt. Denn durch das Einzeichnen von Innenwänden wird die Struktur im Haus aufgebaut. Gleichzeitig müssen hier individuelle Funktionen verschiedener Räume bedacht werden. Es liegt also am Bauherren, dass die verschiedenen Wünsche und durchführbaren Optionen zwischen Funktion und Ästhetik visualisiert werden. Es kommt somit schon etwas Leben in den Bauplan.

Doch gerade an diesem Punkt, nämlich beim Einzeichnen der Innenwände, spielt die Statik eine wichtige Rolle. Denn ein ganzer Bau inklusive Böden, Einrichtung und mehr kann nicht einfach nur von den Außenwänden getragen werden. Stattdessen muss das Gerüst ausgelastet werden, um in Zukunft Sicherheit und Qualität beim tatsächlichen Ergebnis zu garantieren. Am wichtigsten ist beim Eintragen der Innenwände also der Unterschied zwischen tragenden und nicht-tragenden Wänden.

Nicht-tragende Wände sind für die Statik irrelevant und können auch in Zukunft einfach abgetragen werden. Sie sind im Grunde nur Abgrenzungen zu anderen Räumen und sorgen für Aufbau und Aufteilung im Objekt. Tragende Wände wiederum entlasten die Außenwände und sorgen für den Erhalt des Baus. Sie dürfen auch in Zukunft nicht entfernt werden, da hierbei die Sicherheit im gesamten Haus auf dem Spiel steht.

Da es sich beim Einzeichnen von tragenden und nicht-tragenden Wänden um grundlegende Schritte im Prozess der Bauzeichnung handelt, sollte hier überlegt vorgegangen werden. In diesem Sinne sollten Zeit sowie Gedanken investiert werden. Auch als Laie ist die Bestimmung der hochwertigen Baustatik sowie Einzeichnung von tragenden Wänden dank verschiedener Softwares möglich. Denn CAD-Programme bieten beispielsweise Hilfestellungen für die Planung. Im Bereich der nicht-tragenden Wänden hat man dafür freie Hand und kann sich ganz nach den eigenen individuellen Wünschen und Erwartungen am Bildschirm austoben. So entstehen beispielsweise Wohnküchen, geräumige Eingangsbereiche oder die Einteilung der Schlafzimmer. Je nach dem Aufbau der Zimmer kann hier auch gleich die Beschaffenheit der Wände eingestellt werden. So müssen einige Räume besser isoliert werden als andere. Das ist nicht nur für die Temperatur maßgeblich, sondern beeinflusst auch die Akustik. Gerade in Schlafzimmern oder dem Arbeitszimmer ist besonders viel Ruhe gefragt.

Bei der Menge an Gedanken, welche hier investiert werden müssen, ist einiges an Arbeit gefragt. Glücklicherweise bieten CAD-Softwares auch hier Hilfestellungen. So lassen sich verschiedenen Versionen abspeichern und infolgedessen direkt miteinander vergleichen.

Phase 4: Einblick durch Fenster und Türen

Die richtigen Lichtverhältnisse tragen wesentlich zur Raumqualität bei. Dabei geht es jedoch nicht um künstliche Lichtquellen, denn ideal ist stets Tageslicht. Damit dieses jedoch ausreichend in den neuen Wohntraum scheinen kann, benötigt es passende Fenster und Türen, welche den Bau abrunden. Beim Einzeichnen dieser Elemente macht sich beispielsweise die Einstellung der Himmelsrichtungen aus Phase 1 nützlich. So kann direkt eingesehen werden, wie das Tageslicht ideal in die Räume strahlt.

Doch gerade bei der Einrichtung von Türen und Fenstern kommt das erste Mal zusätzliches Inventar zum Einsatz. So gibt es diese Gegenstände in allen Arten, Formen, Farben und vor allem Preisklassen. Je nach Budget muss hier also sparsam geplant werden, sodass leistbare Elemente effizient genutzt werden. Das ist beispielsweise durch offene Türbögen oder viele große Fenster möglich. Gleichzeitig übernehmen Fenster und Türen auch im Außendesign eine große Rolle. Es ist ratsam diese an dem gewählten Dach anzupassen, sodass ein ganzes Konzept beziehungsweise ein Stil verwirklicht werden kann.

Phase 5: im visualisierten Plan einziehen

Auch wenn der Plan noch nicht beendet ist oder geschweige denn das Haus steht – in der fünften Phase wird es bereits Zeit für die Einrichtung. Hierbei geht es im Rahmen der Bauzeichnung nicht darum, jedes Detail zu dekorieren und alle möglichen Wohntrends zu inkludieren. Stattdessen soll durch die grobe Einrichtung über die Software ein Gefühl für die Räume geschaffen werden. So sind Flächenangaben oftmals sehr abstrakt zu beurteilen und geben nicht weitere Auskunft darüber, ob die gewünschten Funktionen im Raum verwirklicht werden können. Werden die Räume visuell eingerichtet, kann dafür ein Gefühl für die Raumqualität übernommen werden. So wird auch gleich ersichtlich, ob der geplante Platz überhaupt für die Funktion des Zimmers ausreicht.

Genauso ist durch das Einrichten des Planes das Kalkulieren von zusätzlichem Platz möglich. So kann mit der Aufteilung gespielt und infolgedessen zusätzliche Fläche für die Zukunft geschaffen werden. Immerhin geht es beim Bau eines Hauses um eine langfristige Entscheidung, weswegen auch potentielle Ereignisse, wie die Geburt eines Kindes, berechnet werden sollten. Hochwertige Softwares für die Bauplanung ermöglichen all dies, indem sie einen ganzen Katalog mit etwaigem Inventar zur Verfügung stellen. Gleichzeitig wird durch 3D-Rundgänge ein realistisches Gefühl geschaffen. So lassen sich die Räumlichkeiten begehen und es kann entscheiden werden, welche Raumaufteilungen oder Fensteranordnungen vielleicht doch noch verändert werden sollten.

Phase 6: die Umgebung gestalten

Natürlich geht es bei der Planung und Zeichnung mit der CAD-Software in erster Linie um die Gestaltung des zukünftigen Wohntraumes. Nichtsdestotrotz nimmt auch die Umgebung einen geringfügigen Teil bei der Realisierung von diesem ein. So wirkt das geplante Haus von Außen gleich realistischer, wenn es auf dem gestalteten Grundstück steht. Dadurch kann aus optischer Sicht auch gleich bewertet werden, ob das Projekt an der richtigen Stelle angeordnet ist. Aus diesem Grund bietet eine Vielzahl an Programmen für die Bauplanung verschiedene Tools zur Gestaltung des Grundstücks sowie des Gartens an. Dadurch kann einerseits kontrolliert werden, dass für die Träume rund um den Garten auch weiterhin genügend Platz zur Verfügung steht. Andererseits haben diverse Arten der Vegetation, wobei es sich insbesondere um Bäume handelt, einen erheblichen Einfluss auf die Lichtverhältnisse. So müssen beispielsweise Obstbäume oder andere Gattungen vor Fenster und Co berücksichtigt werden.

Tipps für eine professionelle Bauzeichnung

Mit einer hochwertigen CAD-Software für die Bauzeichnung ist schon ein großer Schritt geschafft. Während Umfang und Funktionalität des Programmes auch die Qualität des Plans beeinflussen, gibt es dennoch anderweitige Tipps. So wird auch der Laie zum Architekten für das Wohnprojekt.

Sich um das Wesentliche kümmern

Vor, während und nach der Planungsphase sollte stets das Wesentliche im Fokus stehen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Bauherr sich durchgängig die richtigen Fragen stellt. Auch wenn man sich bei umfangreichen CAD-Softwares schnell in der fantasievollen Gestaltung und Planung verlieren kann, ist die Erstellung wichtiger Punkte vorrangig. Denn was bringen architektonische Meisterwerke am Bildschirm, wenn nicht genügend Platz für die einziehende Familie besteht? In diesem Sinne sollte bereits im Vorhinein darüber nachgedacht werden, welche Wohnfläche zur Verfügung stehen muss. Dafür muss die Größe des Hausstandes berücksichtigt werden, wobei auch verschiedene Möglichkeiten durchgespielt werden müssen. Zu diesen gehören beispielsweise die Familienplanung oder der Anzug der Kinder.

Am einfachsten ist es, wenn alle Anforderungen stichpunktartig zu Papier gebracht werden. Dies kann beispielsweise so aussehen:

  • Fläche
  • Raumzahl
  • Raumaufteilung (Wohnküche, Anzahl von Schlaf- und Badezimmer etc.)
  • Menge an Geschossen
  • Budget(Welche Punkte sind zweitrangig? Was muss unbedingt verwirklicht werden?)
  • Architekturstil
  • gesetzliche Vorschriften beachten

Werden diese Fragen und Punkte bereits vor der Planung festgelegt, läuft das Zeichnen umso einfacher ab. Denn auch wenn die Funktionen in der Software Inspiration für mehr bieten, sollte der Kern der notierten Punkte erhalten bleiben. Außerdem ist es durch die Beantwortung der Fragen auch einfacher, die Wünsche mehrerer Personen und Beteiligten zu berücksichtigen. So können im Vorhinein Kompromisse geschlossen werden, bevor an der halbfertigen Zeichnung experimentiert und hantiert wird.

Immer vorausdenken

Wer ein Haus baut, investiert in die Zukunft. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, diese zu beachten. Nun wird nicht einfach, wie bei Mietwohnungen der Fall, eine größere Wohnung gewählt. Stattdessen muss der Bauherr schon bei der Planung die Raumanzahl und Aufteilung auf Dauer kalkulieren. Dazu zählen einerseits die Geburt von Kindern genauso wie der Auszug des Nachwuchses. Doch auch das Alter hinterlässt seine Spuren. Das Haus, welches heute ideal ist, ist es in zehn Jahren vielleicht nicht mehr. Damit dies nicht der Fall ist, sollte von Anfang an zukunftsorientiert gezeichnet werden. Dies ist beispielsweise durch die Verwirklichung von barrierefreien Räumen möglich. Dies wird an vielen Stellen umgesetzt. Im Fokus stehen jedoch das Badezimmer oder der Zugang zum Haus.

Gesetzliche Vorschriften beachten

Bei der Zeichnung des Plans geht es um die individuellen Wohnwünsche, welche zu Erfüllen gelten. Dennoch kann diesen unter fehlender Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Denn der Staat sieht klare Richtlinien für den Bau von Wohnhäusern vor. Dies betrifft beispielsweise die Statik, aber auch die Anordnung auf dem Grundstück. Solche Auflagen können national unterschiedlich sein und von Bundesland zu Bundesland anders ausfallen. Da derartige Vorschriften nicht diskutiert werden können, müssen sie von Anfang an in Erwägung gezogen werden. Andernfalls wird der Bauantrag gar nicht genehmigt und die Zeichnung muss somit umstrukturiert werden. Damit das vermieden wird, reicht ein Anruf beim zuständigen Bauamt in der Stadt des neuen Objekts. Darüber hinaus lassen sich auch online und auf den offiziellen Seiten der Behörden Informationen finden. Aber egal, auf welchem Wege die Vorschriften in Erfahrung gebracht werden: Werden sie nicht beachtet, kann das Projekt nicht verwirklicht werden.

Auf die Nachbarschaft achten

Durch den Bau eines neuen Hauses wird nicht nur neuer Lebensraum geschaffen, sondern auch die Umgebung für zahlreiche Personen verändert. Trotz aller individueller Wünsche ist es ratsam, dass sich das geplante Projekt optisch an der Nachbarschaft anpasst. So wird ein negatives Auffallen vermieden. Umgekehrt müssen bei der Planung auch die Umstände der Nachbarn beachtet werden. Dafür lohnt es sich, sich auf der neuen Heimatstraße umzuhören. Andernfalls können auch der alte Besitzer oder der Makler kontaktiert werden.

In erster Linie geht es bei diesem Punkt darum, den neuen Lebensraum rund um jenen von den Nachbarn zu planen. Entspanntes Ausschlafen wird beispielsweise nicht möglich, wenn das Schlafzimmer genau am Garten der Nachbarn grenzt, in dem ständig Kindern tollen. Auch Barrieren zu den Nachbarn können auf diese Weile kalkuliert werden. So schützt die Beachtung der Verhältnisse in der neuen Umgebung vor bösen Überraschungen nach der Fertigstellung des Projekts.

Über den Tellerrand schauen und Inspiration sammeln

Auch wenn ein konkreter Wohntraum herrscht, so sollte dieser nicht starr verfolgt werden. Gerade während der Planung und Zeichnung des Projekts kommen immer neue Ideen auf, welche infolgedessen berücksichtigt werden wollen. So bieten verschiedene Wohntrends und architektonische Stilarten eine Bandbreite an Highlights. Holt sich der Bauherr bei diesen Inspiration, sind ein individuelles Ergebnis und die Verwirklichung der kühnsten Wohnträume garantiert.

Anders wiederum fehlt es manchen Bauherren auch gänzlich an Ideen. So beginnen die meisten Entwürfe mit sehr geradlinigen und einfachen Skizzen. Im Laufe des Prozesses und der Arbeit mit der CAD-Software kommen neue Ideen und Elemente dazu. Dies kostet jedoch mehr Zeit und Aufwand. Es rentiert sich in diesem Sinne, dass auch im Vorhinein schon auf unterschiedliche und avantgardistische Optionen geachtet wird. So wird eine formschönere Basis geschaffen, an welcher infolgedessen weniger zu verändern ist.

Gerade unter Betracht von modernen Wohnkonzepten wird klar, dass traditionell Wohnstrukturen nicht mehr das A und O sind. Stattdessen liegt der Fokus auf offenen Raumkonzepten, womöglich vielen Terrassen und einer smarten Aufteilung der Wohnräume. Dadurch werden nicht nur die Optik im Haus, sondern ebenso das Lebensgefühl in ihm sowie die Raumqualität beeinflusst. Dies sind genügend Gründe, um sich als Bauherr bereits bei der Planung eine Menge Inspiration abseits der lange gewünschten Wohnträume zu holen. Als Anhaltspunkt dienen hier natürlich auch Häuser in der Nachbarschaft, da das Ergebnis optisch an die Umgebung angepasst sein soll. Es können aber auch futuristische und fortschrittliche Designs gewählt werden – selbst wenn die Umgebung aus traditionellen Wohnhäusern besteht. Den besten Einblick in die große Welt der Hausstile und -pläne bietet dabei das Internet. Genauso helfen Kataloge von verschiedenen Herstellern, um Inspiration und Ideen einzuholen.

Gutes braucht Zeit: ruhig angehen

Die ideale Bauzeichnung entsteht genauso wenig innerhalb von wenigen Stunden wie die Fertigstellung des Objekts. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass bei der Zeichnung nicht hastig vorgegangen wird. Es soll nicht schnell ein Haus entstehen. Stattdessen sollen individuelle Wohnträume realisiert und zukunftsorientierte Lösungen geschaffen werden. Das geht nur, wenn der Bauherr sich schon im Vorhinein konkrete Gedanken über den geplanten Bau macht. Hier sollte auch der gesamte Hausrat konsultiert werden, sodass sämtliches Konfliktpotential aus dem Weg geräumt wird. Sind die Voraussetzungen und Anforderungen einmal geklärt, muss auch während der Zeichnung auf allerhand Dinge Acht gegeben werden.

Gerade wenn der Laie sich an die Planzeichnung über diverse Softwares nähert, sind Eingewöhnung, Experimentieren und Zeit angesagt. Nur so können alle Funktionen des Programmes erforscht und angewendet werden. Diese beeinflussen jedoch das Endergebnis maßgeblich. Zeitdruck und Stress sollten beim Zeichnen durch den Laien daher vermieden werden. Andernfalls entstehen minderwertige Ergebnisse mit welchen der Architekt nichts anfangen kann und wertvolle Zeit geht verloren.

Das heißt nicht, dass lange und durchgängig an der Skizze gearbeitet werden soll. Es hat sich stattdessen bewährt, das Projekt manchmal auch tagelang nicht anzurühren. Nach dieser Zeit wird der Plan aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. So fallen womöglich Charakteristika auf, welche unbedingt verändert werden sollen. Bekanntlich sehen vier Augen besser als zwei. So hilft der Rat von Bekannten und Verwandten bei der Zeichnung des Bauvorhabens. Schlussendlich gilt: Je mehr Zeit und Überlegungen in die eigenständige Planung fließen, desto weniger wird der Architekt verändern. So können die konkret geplanten Projekte tatsächlich verwirklicht werden.