Bauplan mit 3D CAD Software selber zeichnen/erstellen

Um die Vorstellung eines Bauprojektes umsetzen zu können, benötigt es viel Planung. Die kreativen Vorstellungen des Projektes müssen bei dieser Planung an baurechtliche Vorgaben angepasst werden. Dieser angepasste Bauplan ermöglicht das Einholen der nötigen, behördlichen Bewilligungen für den Bau. Er ist der Maßstab für jede Aufgabe, die innerhalb des Bauprojekts erfüllt werden muss und in welcher Zeit das passieren soll. Der Plan dient damit für das engagierte Bauunternehmen oder das eigene Projektteam als Orientierung für den Ablauf des Projektes.

Definition eines Bauplans

Der Bauplan gilt als eine Erweiterung des Grundrisses, welcher auf identische Weise erstellt wird. Er ist eine technische Zeichnung, die in Form von geometrischen und statischen Angaben Informationen über die Maße, sowie Materialien eines Bauprojektes liefert. Über einen Grundriss hinaus enthält die Bauzeichnung detailliertere Angaben über die zu verwendeten Materialien. Diese Informationen sind für die weitere Ausarbeitung des Ablaufs besonders relevant, auch für den genauen Innenausbau. Der Plan selbst gibt über den Ablauf des Projektes aber zunächst keine Auskunft.

Was bei einem Bauplan zu beachten ist

Der Grundriss stellt die Grundlage für einen Bauplan dar und kann von erfahrenen Bauherren genauso einfach erstellt werden wie der Bauplan. Der Bauplan erweitert sich im Gegensatz zum Grundriss um die Details, die einbezogen werden. Diese zu beachtenden Details und zusätzlichen Informationen machen auch das Zeichnen des Plans umfangreicher.
Die genutzten Linien eines Grundrisses sind unspezifisch und geben nur Maße und Formen des Bauprojekts an. Innerhalb einer Bauzeichnung arbeitet man hingegen mit verschiedenen Arten von Linien, welche jeweils für ein bestimmtes Material stehen. Umso wichtiger ist es, die passenden Linien an die richtigen Stellen des Bauplans zu setzen, wofür man mit mehr Genauigkeit arbeiten muss.
Die Flächen werden beim Bauplan mit verschiedenen Schraffuren ausgefüllt, um zu verwendende Baumaterialien zu kennzeichnen. Auch die Verwendung der Materialien ist mit der Füllung der Flächen dargestellt.
Bei der Erstellung des Plans mit seinen Details und Informationen ist dabei genau auf vorgegebene Formate zu achten. So wird der Bauplan als 3D Modell betrachtet, während ein Grundriss in einem 2D Format Informationen liefert.

Der Unterschied zwischen einem Grundriss und eines Bauplans

Durch die verschiedenen Ähnlichkeiten, die ein Grundriss und ein Bauplan aufweisen wird oft der Unterschied dieser Zeichnungen von Neueinsteigern und Laien hinterfragt. Beide Zeichnungen sind relevant für die umfangreiche Planung eines Bauprojekts und müssen deshalb in den korrekten Planungsformaten erstellt werden. Dabei bildet der Grundriss, welcher in 2D dargestellt wird die Grundlage für den detaillierteren Bauplan, der in 3D betrachtet werden muss.
Mit dem Grundriss wird die Anordnung der Räume und der anderen Elemente eines Bauvorhabens dargestellt, um eine Vorstellung des Gesamtbildes zu erhalten. Details wie die zu verwendenden Materialien und verschiedene Ansichten werden bei dem Grundriss nicht mit einbezogen. Diese Informationen gibt der umfangreiche Bauplan wieder.
Der Fokus innerhalb der Bauzeichnung liegt also nicht mehr auf der Anordnung der Bauelemente, sondern deren Gestaltung und Umsetzung. Insbesondere für den Innenausbau gibt er wichtige Informationen wieder. So beispielsweise, welche Bodenbeläge in welchem Raum ausgelegt werden und welche anderen Bauteile an welchen Orten einbezogen werden müssen. Da diese Zeichnung viele Informationen enthält, wird sie in verschiedenen Ansichten dargestellt. So kann man jeden Aspekt des Bauprojekts mit allen Flächen und Details planen. Diese einzelnen Eigenschaften sind dabei mit einer bestimmten Schraffur oder Farbe und bestimmten Maßen aufgezeigt.
Eine Bauzeichnung wird somit im Gegensatz zu einem Grundriss in 3D dargestellt. Grund dafür sind die vielen detaillierten Informationen, die eine umfangreichere Einsicht in den Plan erfordern. Oft verlangt diese Planzeichnung entsprechend mehr Teilzeichnungen, was aber je nach Baukonzept variiert.

Die Normen und Richtlinien für einen korrekten Bauplan

In der Regel kann man bei einem Bauvorhaben nicht nur von einer Norm für den Bauplan ausgehen. Je komplexer das Vorhaben ist, desto mehr verschiedene Richtlinien sind bei dem Vorhaben und dementsprechend der Planung zu beachten.
Da man für die Erstellung des Plans meist mit einer CAD-Software arbeitet, hat man innerhalb dieser eine gute, unterstützende Grundlage für die Erstellung. Trotz dessen ist es von Vorteil, sich über die Normen zu informieren. Diese sind im Internet hinterlegt und finden sich oft in Form von Tutorials wieder.
Auch zu beachten ist das Land, in dem das Bauvorhaben stattfinden soll. Die Richtlinien und Normen variieren in den verschiedenen Ländern durch ihre individuellen Gesetze. Um sich darüber zu informieren hat man die Möglichkeit, die Bauordnung des jeweiligen Landes einzusehen, um sich über alle individuellen Richtlinien und auch Möglichkeiten bewusst zu werden.

Gibt es die Möglichkeit, als Laie einen Bauplan gemäß den Normen zu zeichnen?

Ein Bauplan ist eine komplexe Zeichnung, bei der viele Details eingebracht und gleichzeitig Normen eingehalten werden müssen. Auf Grund dessen wirkt ein Bauprojekt als selbstständiges Vorhaben wie eine große Herausforderung. Da man als Laie aber, so wie auch professionelle Bauherren auf die genutzte CAD-Software Zugriff haben kann, hat man ein hilfreiches Programm zur Seite. Mit dieser Software, dessen Handhabung schnell über Online Tutorials und Videos erlernt werden kann und entsprechenden Informationen über die Richtlinien aus dem Internet ist der Bauplan auch als Neueinsteiger zu meistern.
Mit diesen Hilfsmitteln stehen alle nötigen Informationen und Werkzeuge für die Bauplanung zur Verfügung. Was zu beachten ist, ist die Zeiteinteilung für das Projekt, da für jeden Planungs- und Bauschritt genug Zeit einkalkuliert werden muss.

Die Planungsphase und die rechtzeitige Anfertigung des Bauplans

Um mit einem Bauprojekt beginnen zu können benötigt es bestimmte Bauanträge, welche die Vorlage eines Bauplans benötigen. Es reicht nicht nur der Grundriss, da aus diesem nicht genug Informationen hervorgehen. Erst innerhalb des Bauplans wird den Ämtern ersichtlich, wie beispielsweise die Wände ausgebaut werden sollen.
Was diese Ämter nicht an Informationen benötigen, sind die Angaben und Details über den Innenausbau. Angaben wie die zu nutzenden Materialien und andere komplexe Details erfordern diesen Antrag vor Baubeginn nicht. Somit hat man die Möglichkeit, den Bauplan für die Genehmigung einzureichen, bevor die Informationen über den Innenausbau eingetragen wurden. Da dieser Plan für den Innenausbau sowieso komplexer und zeitaufwändiger ist, ist das eine gute Möglichkeit, die Zeit zu nutzen. Während der Antrag in Bearbeitung ist, hat man damit genug Zeit, sich detailliert über den Innenausbau und die zu verwendenden Materialien bewusst zu werden.

Dokumente, die für eine Baugenehmigung eingereicht werden müssen

Für eine Baugenehmigung benötigt es eine Reihe von Unterlagen. Diese müssen im Normalfall in drei Ausführungen vorhanden sein. Ein Exemplar dient dem Rückerhalt an den Bauherren oder Laien, während ein anderes bei der zuständigen Behörde archiviert wird und eins in einem Archiv behalten wird. Die mehrfache Archivierung ermöglicht eine Sicherheit für Behörde und den Bauherren, die
über Jahre hinweg gültig ist. Dabei darf es sich bei den Formularen bei keinem Exemplar um eine Kopie handeln, sondern nur um die Originalformulare.
So wie auch der Bauplan müssen die Dokumente nach den entsprechenden Normen erstellt und vorgelegt werden. Kleine Abweichung der angegebenen Zeichen können dabei schon zu einer Ablehnung des Bauantrags führen.
Welche Unterlagen genau vorzulegen sind, unterscheidet sich auch darin, ob bei dem genutzten Bauvorhaben privater Wohnraum oder Räume gewerblicher Nutzung bebaut werden. Handelt es sich bei dem Bau um ein gewerbliches Vorhaben müssen zusätzliche Dokumente vorgelegt. Diese geben Auskunft über das Unternehmen und dessen Beschäftigte. Ebenso variiert die Anzahl geforderter Dokumente bei einem gewerblichen Vorhaben je nach Branche und dem zuständigen Bundesland.
Handelt es sich aber, um ein privates Bauprojekt auf selbst genutztem Wohnraum sind folgende Dokumente einzureichen:

  • -ein ausgefüllter Bauantrag

Dieser kann bei der Behörde beantragt werden oder auf der Website dieser einfach als PDF Formular heruntergeladen werden
-der Bauplan, weitere Bauzeichnungen und ein Lageplan bzw. eine Flurkarte
Alle Bauzeichnungen (nicht zwingend mit Informationen zum Innenausbau) müssen im Maßstab 1:100 vorgelegt werden

  • -eine Kosten- und Flächenberechnung
  • -eine Entwässerungsplanung
  • -die Zustimmungserklärung umliegender Nachbarn

Diese Erklärung ist nicht immer notwendig, beschleunigt bei Benötigen aber den Prozess der Bewilligung
-ein Schallschutz- und Wärmeschutznachweis, sowie ein Statik-Sicherheitsnachweis
Solche Nachweise nehmen Zeit in Anspruch, da sie von einem Bau Sachverständiger oder einem Statiker zunächst erstellt werden müssen und sollten deshalb früh beantragt werden

Kosten, mit denen für das Bauprojekt zu rechnen ist

Die Kosten für ein Bauprojekt variieren nach verschiedenen Aspekten. Je komplexer und individueller es ist, desto größer sind Aufwand und Kosten. Aber auch die behördliche Arbeit, die einbezogen werden muss sorgt für einen großen Teil der Kosten. Die professionellen Architekten und anderen Dienstleister werden nach ihrer Branche und ihren Qualifikationen bezahlt. Für die Zahlung eines professionellen Architekten kann es hierbei schon bei weniger komplexen Bauprojekten zu einem Rechnungswert im fünfstelligen Bereich kommen.
Was die vorher einzukalkulierenden Kosten in die Höhe steigen lassen kann, sind folgende Abänderungen in der Planung oder Sonderwünsche, die aufkommen. Grundsätzlich kann man aber mit folgenden Kostenpunkten planen:

  • -das Einreichen und Genehmigen der Unterlagen für die Baugenehmigung der Behörde
  • -die Arbeitszeit für den Architekten bei der Planung des Gebäudes
  • -die Kosten der Arbeitsstunden für Besprechungen mit Bauherren und Architekten
  • -die Kosten für den Schallschutz-, Wärmeschutz- und Statik-Sicherheitsnachweis
  • – die Bauaufsicht während dem Bau des Projekts

Um einen großen Teil dieser Kosten einzusparen, eignet sich der Kostenpunkt des Planungsaufwandes. Wo Dienstleistungen eines Architekten einen hohen Kostenpunkt haben, kann die Eigenerstellung der Planungsgrundlage diesen stark senken. Indem man den umfangreichen Bauplan selbstständig erstellt, anstatt ihn erstellen zu lassen, erspart man sich den Teil der Kosten dieser Dienstleistung. Dafür kann man die Hilfe der hochwertigen CAD-Software nutzen, in die man sich mit Tutorials und Anleitungen einlesen kann. Auch Informationen zu Richtlinien der Bauzeichnung mit ihren genauen Maßen findet man dafür im Internet hinterlegt. Ist die Vorarbeit des Bauplans genau durchgeführt, erspart man sich viel Geld für Arbeitsstunden eines Architekten und gibt dem Bauherren eine exakte Vorstellung des Bauprojekts. Damit schafft man selbstständig die Grundlage für das eigene Bauprojekt.

Der Vorteil des Einbeziehens eines professionellen Dienstleisters

Da die große Vorarbeit der Planung oft selbstständig vorbereitet werden kann, ist die Frage berechtigt, warum es trotz dessen wichtig ist, einen professionellen Dienstleister zum Projekt hinzuzuziehen. Einen professionellen Dienstleister bringt zwar mehr Kosten mit sich, ist aber notwendig, um ein erfolgreiches Bauvorhaben zu schaffen.
Zunächst ist die professionelle Unterstützung rechtlich notwendig. Findet das Bauprojekt nämlich in Deutschland statt, ist laut dem deutschen Baurecht die Betreuung eines professionellen Bauherren für jedes Bauvorhaben ein Muss, um die Baugenehmigung zu erhalten. Für das Baurecht ist für die Genehmigung auch wichtig, bei der Planungsgrundlage einen zuverlässigen, fachlichen Hintergrund zu wissen. So sollen Probleme vermieden werden.
Neben dem Aspekt der Absegnung der Pläne ist es auch zu empfehlen, einen professionellen Dienstleister zur Beratung hinzuzuziehen. Durch ihre Erfahrung und ihr Fachwissen haben solche gelernten Dienstleister einen anderen Blick auf Bauprojekte als Laien. So kann er mit ein paar Ratschlägen dafür sorgen, dass die Räumlichkeiten, sowie die Materialien besser ausgenutzt werden können. Notiert man sich die Anmerkungen bei der Besprechung direkt oder setzt sie noch effizienter in dem vorhandenen Bauplan um, erspart man sich die Kosten mehrerer Sitzungen mit dem Dienstleister und profitiert zugleich von der kompetenten Beratung dieses. Auch die Planungsphase geht mit dieser Handlungsweise deutlich schneller voran.
Somit sind die Kosten eines zu beziehenden Dienstleisters kaum zu vermeiden und sollten eher zum eigenen Nutzen gesehen werden. Diese Kosten rentieren sich dauerhaft gesehen in einem effizient geplanten und gestalteten Bauergebnis. Hilfreich, um diese Kosten einzusparen und die professionelle Beratung zu nutzen ist eine genaue, gewissenhafte Vorarbeit am Bauplan. So nimmt die Beratung nicht zu viel Zeit und damit verbundene Kosten ein.